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© by Oyakata-Hopf

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AKITA… der lächelnde Japaner

Kultur und Brauchtum

 

 

 

Hunde von Typ des heutigen Akita Inu wurden als nationaler Schatz betrachtet und es wurde eine besondere "Leinenhierarchie" eingeführt.

Die Farbe, Art der Leine und die Art wie sie der Hund zu tragen hatte, gaben den sozialen Status der Familie an. Farbe und Art der Leine wurden zu einem Statussymbol.

Es gab auch Vorschriften, wie dem Hund die Leine um den Hals gelegt werden musste und es entstand eine "Hundesprache", die aus Wörtern bestand, mit denen nur Akitas angesprochen wurden. Den Hunden wurden eigene Wärter zugeteilt, die sie zu bedienen und zu pflegen hatten. Die Fütterung der Hunde unterlag ganz besonderen Zeremonien. Diese Wächter nannte man "Inukai", eine Bezeichnung, die später zu einem Familiennamen geworden ist.

In Japan galt - und gilt immer noch der Akita Inu als ein Symbol für Gesundheit und Wohlergehen. Heute ist der Akita Inu ein Kulturgut. Ein preisgekrönter Akita ist ein nationaler Kunstschatz.


Beispiele des bis heute gelebten Brauchtums:

Japanische Holzschnitzkünstler fertigen seit Generationen kleine buntlackierte Akitas an, die als Geschenk zu verschiedenen Anlässen bestimmte Symbolfunktionen haben, unter anderem als Symbol späterer Kraft, Gesundheit und Intelligenz.

Der Braut wird am Hochzeitstag eine Hundefigur als Glücksbringer in den Brautstrauß gesteckt.

Kleine Holzakitas legt man neben niederkommende Frauen, damit die Geburt schmerzlos verlaufen möge.

Legt man eine Holzakitafigur in die Nähe eines Neugeborenen, beschützt sie es; hängt man sie über den Kopf des Kindes, weint es nicht. Die Figur schützt dann vor bösen Träumen.

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Der AKITA… die Herkunft

Über die Abstammung der japanischen Rasse Akita gibt es viele Studien und Untersuchungen und noch mehr Meinungen.

Der Name stammt von der heutigen Präfektur Akita (Umgebung der Stadt Odate).

Die Zusätze Inu und Ken, die früher zum Rassenamen gehörten, bedeuten Hund.

 

Uchida ist der Meinung, dass diese Hunde bereits in vor historischen Zeiten in Japan zu finden waren. Der japanische Zoologe Shōzaburō Watase (jap. 渡瀬庄三郎) sieht den Ursprung der Rasse in hochnordischen Hunden, die mit Menschen auf die japanischen Inseln einwanderten.

Erste Hundedarstellungen, die diesem Hunde Typ ähnelten, datieren auf das 2. Jahrhundert v. Chr. als tönerne Grabbeigaben, typisch die Stehohren und der über den Rücken geringelte Schwanz.

 

Auf Bronzeglocken, die etwa zur gleichen Zeit entstanden, ist ebenfalls dieser Hunde Typ als Relief zu finden. Die damaligen Hunde waren kleiner als die heutigen Akitas. Dr. Watase unterscheidet drei geografische Typen: einen extrem nördlichen, einen nördlichen und einen südlichen. Je nach Gegebenheiten und den Lebensbedingungen angepasst sahen diese Hundetypen unterschiedlich aus. Der Nördliche sei groß gewesen, langhaarig, vorwiegend weiß und mit dem typischen über den Rücken geringelten Schwanz, dieser sei einer der Vorfahren des heutigen Akita.

Die genaue Entwicklungsgeschichte der Rasse lässt sich jedoch nicht eindeutig nachvollziehen. Fest steht nur, dass diese Hunde ein Teil der japanischen Geschichte und Kultur sind. Japaner verstanden diese Tatsache schon anfangs des 20. Jahrhunderts, und im Rahmen der Bemühungen um den Erhalt dieser Rasse erklärten sie im Juli 1931 den Akita zum Naturdenkmal Japans, als erste von sieben typisch japanischen Hunderassen.

 

Die Ausfuhr aus Japan war bis 1945 sogar verboten.

Der bekannteste Akita ist der Hund Hachikō, ein japanischer Hund, der jeden Tag seinen Besitzer zum Bahnhof begleitete...

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Hachikō

Hachikō wurde am 10. November 1923 in Ōdate in der Präfektur Akita geboren.

1924 nahm ihn sein Besitzer, der Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno, mit nach Tokio. Von da an holte der Hund jeden Tag sein Herrchen vom Bahnhof Shibuya ab.

Als der Professor am 21. Mai 1925 während einer Vorlesung an einer Hirnblutung starb, zog seine Witwe aus Tokio fort. Hachikō wurde zu in der Stadt lebenden Verwandten gegeben, riss jedoch von dort aus und kam weiterhin jeden Tag zu einer festen Zeit zum Bahnhof, um auf sein Herrchen zu warten.

 

Schließlich übernahm Kikuzaburō Kobayashi, der frühere Gärtner von Professor Ueno, der in der Nähe des Bahnhofs wohnte, Hachikōs Pflege.

Während Hachikō in den ersten Jahren auf dem Bahnhofsgelände eher als Störenfried betrachtet und nur stillschweigend geduldet wurde, richtete ihm 1928 ein neuer Bahnhofsvorsteher sogar eine kleine Ruhemöglichkeit ein. Im gleichen Jahr erkannte ein früherer Student von Professor Ueno, der eine Forschungsarbeit über Akita-Hunde durchführte, den Hund zufällig wieder.

 

Als er herausfand, dass Hachikō einer von nur noch etwa dreißig reinrassigen Akita-Hunden war, begann er sich näher für Hachikōs Geschichte zu interessieren und schrieb mehrere Artikel darüber. 1932 machte die Veröffentlichung eines dieser Artikel in einer Tokioter Zeitung Hachikō in ganz Japan bekannt, und er wurde schon zu Lebzeiten zum Inbegriff des treuen Hundes.

 

Die Achtung vor Hachikō fand ihren Höhepunkt in der Errichtung einer Bronzestatue an der Westseite des Bahnhofs im Jahr 1934, deren Einweihungszeremonie auch Hachikō beiwohnte.

Als Hachikō am 8. März 1935 tot in einer Straße in Shibuya gefunden wurde, nachdem er fast zehn Jahre lang auf sein Herrchen gewartet hatte, meldeten die Medien landesweit seinen Tod.

 

Untersuchungen im Jahr 2011 durch ein Forscherteam der Universität Tokio ergaben, dass Hachikō neben starker Filariose auch an Lungen- und Herzkrebs gelitten hatte. Jede dieser Erkrankungen kann die Ursache für seinen Tod gewesen sein. Sein Körper befindet sich heute präpariert im Nationalmuseum der Naturwissenschaften im Tokioter Bezirk Ueno.

Verfilmungen:

Im japanischen Mythos hat der Hund seinen festen Stellenwert. Geschichtlich gesehen ist der Akita ein Hund, dessen Haltung ausschließlich dem Kaiser und denen vom ihm mit Ehren und Privilegien ausgestatteten Personen vorbehalten war. Die Hunde besaßen einen großen Wert und nur reiche Familien vermochten sich damals einen Akita zu halten.

秋田犬